3000K, 4000K oder 5000K: Farbtemperatur je Anwendung richtig wählen
Die Kelvinzahl entscheidet, ob Licht warm, neutral oder kalt wirkt, und damit, ob eine Straße angenehm erscheint und ein Lager gut funktioniert. Wir zeigen je Anwendung die passende Farbtemperatur.
Was Kelvin über Licht aussagt, und was nicht
Die Farbtemperatur wird in Kelvin (K) angegeben und beschreibt den Farbton von weißem Licht. Ein niedriger Wert wie 2700K wirkt warm und gelblich, 4000K ist Neutralweiß und 5000K oder mehr geht in Richtung kaltes, leicht bläuliches Weiß. Die Skala leitet sich von der Farbe ab, die ein glühender Körper bei dieser Temperatur annimmt, daher der Name.
Kelvin sagt nichts über die Lichtmenge aus. Dafür stehen der Lichtstrom in Lumen und am Arbeitsplatz die Beleuchtungsstärke in Lux. Kelvin sagt auch nichts über die Farbwiedergabe: Zwei Leuchten mit 4000K können einen ganz unterschiedlichen Farbwiedergabeindex (Ra, auch CRI genannt) haben. Für Arbeitsplätze in Innenräumen ist Ra 80 die übliche Untergrenze. Wählen Sie deshalb immer nach drei Werten gleichzeitig: Kelvin, Lumen und Ra.
Warmweiß, Neutralweiß oder Tageslichtweiß: die drei Standardwerte
- 2200K bis 3000K, Warmweiß: ruhig und behaglich. Passt zu Wohnumgebungen, Gastronomie, Parks und überall dort, wo Lichtimmissionen eine Rolle spielen.
- 3500K bis 4000K, Neutralweiß: der übliche Wert für Arbeitsbereiche. Büros, Verkaufsflächen, Lager und öffentliche Räume, in denen Gesichtserkennung zählt.
- 5000K bis 6500K, Kaltweiß oder Tageslichtweiß: hoher Kontrast. Passt zu Kontrollarbeiten, Sportplätzen und großen Freiflächen, wirkt in Innenräumen aber schnell hart.
Eine LED-Leuchte liefert bei höherer Kelvinzahl oft etwas mehr Lumen pro Watt, weil weniger Leuchtstoff nötig ist, um das blaue Licht des Chips wärmer zu machen. Der Unterschied beträgt wenige Prozent und ist kein Grund, eine ungeeignete Lichtfarbe zu wählen.
Außen: Wohnstraße, Park und Gewerbegebiet
In Wohnstraßen ist 3000K heute eine häufige Wahl. Das Licht ist warm genug, um nicht störend ins Schlafzimmer zu fallen, und neutral genug, um Gesichter und Farben gut zu erkennen. In Naturräumen, am Rand von Wald oder Gewässern und in Gemeinden mit Dunkelheitskonzept geht die Präferenz zu 2700K oder sogar 2200K: Der Blauanteil ist dann gering, was Insekten, Fledermäuse und die Nachtruhe der Anwohner schont.
Die VIA-Straßenleuchten liefern wir in Warmweiß (2700K), neigbar auf einem Lichtmast mit Zopfmaß 60 mm und mit 10 kV Überspannungsschutz. Damit sind Sie für Wohnstraßen und Grünanlagen auf der sicheren Seite. Für Parks und Wohnquartiere ist die POLARIS-Mastaufsatzleuchte praktisch: Farbtemperatur und Leistung lassen sich vor Ort auf 2200K, 3000K oder 4000K einstellen, sodass Sie mit einem Artikel sowohl einen ruhigen Parkweg als auch einen belebteren Platz ausleuchten.
In Gewerbegebieten, auf Parkplätzen und an Ladeplätzen ist 4000K üblich. Dort wiegen Sichtbarkeit auf Kamerabildern und die Erkennung von Fahrzeugen und Personen schwerer als Atmosphäre.
Innen: Büro, Lager und Produktionshalle
Für Büros ist 4000K die sichere Wahl. Es passt zum Tageslicht durch die Fenster und hält die Mitarbeitenden aufmerksam. Die europäische Norm für die Beleuchtung von Arbeitsstätten nennt für Büroarbeit als Richtwert 500 Lux auf dem Schreibtisch, bei einer Blendung UGR unter 19. Die Farbtemperatur ist darin frei, aber 3000K wirkt im Büro schnell dämmrig und 5000K klinisch.
In Lagern und Produktionshallen liegen Sie mit 4000K bis 5000K richtig. Bei der Kommissionierung, der Qualitätskontrolle und beim Lesen von Etiketten und Bildschirmen hilft der höhere Kontrast von 5000K. Wo Menschen den ganzen Tag unter den Leuchten arbeiten, etwa in der Montage, ist 4000K angenehmer. Die ATRIA-Hallenstrahler sind standardmäßig in 4000K ausgeführt und erreichen bis zu 180 lm/W. Die flache Ausführung mit UGR<21 ist für Hallen gedacht, in denen Blendung ein Thema ist, die lineare Ausführung für schmale Gänge über Regalen.
Richtwerte für die Beleuchtungsstärke in Hallen: 100 bis 200 Lux in Lagerbereichen ohne ständige Besetzung, 300 Lux in Gängen mit Kommissionierung und 500 Lux oder mehr an Arbeitsplätzen für Montage oder Prüfung. Eine Lichtberechnung zeigt, ob Sie diese Werte mit der gewählten Montagehöhe und Leuchte erreichen.
Ställe und Sportplätze
In Tierställen spielt Licht eine Rolle für Wohlbefinden und Leistung. Für Milchviehställe werden häufig 4000K bis 5000K gewählt, mit hohem Lichtniveau am Tag und einer separaten, gedimmten Nachtbeleuchtung. In Geflügelställen ist es anspruchsvoller: Dort wird gedimmt und mit einem spezifischen Spektrum gearbeitet, stimmen Sie den Lichtplan also mit dem Stalleinrichter ab. Weil Ställe feucht, staubig und ammoniakhaltig sind, ist die Schutzart mindestens so wichtig wie die Kelvinzahl: Wählen Sie IP65 oder höher, bei Hochdruckreinigung IP69K, etwa die TRIVO-Lichtbandleuchten.
Auf Sportplätzen ist 5000K üblich. Das kalte, kontrastreiche Licht lässt Ball und Linien gut hervortreten, auch auf Kamerabildern. Bei Tennis- und Padelplätzen in Wohnlagen wird manchmal 4000K gewählt, um die Abstrahlung zu den Nachbarn zu begrenzen. Gleichmäßigkeit und Abschirmung der Leuchte wiegen dort schwerer als die genaue Lichtfarbe.
Komfort, Lichtimmissionen und Umgebung
Je höher die Kelvinzahl, desto größer der Blauanteil. Blaues Licht streut stärker in der Atmosphäre und im Auge, wodurch kaltes Licht eher als blendend empfunden wird und stärker zur Himmelsaufhellung beiträgt. Außerdem kann es die Melatoninbildung unterdrücken, was abends und nachts für Anwohner unerwünscht ist. Deshalb entscheiden sich viele Kommunen und Betreiber im öffentlichen Raum für 3000K oder weniger.
Drei praktische Regeln:
- Außen in Wohn- und Naturumgebung: 3000K oder weniger, gut abgeschirmt und vorzugsweise nach Mitternacht über AstroDIM oder DALI-2 gedimmt.
- Innen an Arbeitsplätzen: 4000K als Standard, 5000K nur dort, wo der Kontrast den Ausschlag gibt.
- Überall: Halten Sie die Farbtemperatur innerhalb eines Raums oder einer Straße gleich. Ein Mix aus 3000K und 4000K wirkt unruhig und führt zu Beschwerden.
Sie sind unsicher? Eine einstellbare Leuchte verhindert Fehlbestellungen: Sie wählen die Lichtfarbe vor Ort und der Auftraggeber sieht sofort das Ergebnis. Lichtplein liefert ausschließlich an Unternehmen; alle Preise verstehen sich ohne MwSt. Mit einem Geschäftskonto bestellen Sie auf Rechnung.
Häufige Fragen
Ist 4000K dasselbe wie Tageslicht?
Nein. Tageslicht am Tag liegt bei etwa 5500K bis 6500K. 4000K ist Neutralweiß und wirkt in Kombination mit Tageslicht durch die Fenster am natürlichsten, ohne klinisch zu werden.
Kann ich 3000K und 4000K in einer Straße kombinieren?
Besser nicht. Der Unterschied ist deutlich sichtbar und wird von Anwohnern als Störung gemeldet. Tauschen Sie je Straße oder Straßenabschnitt in einem Zug, oder wählen Sie eine einstellbare Leuchte wie die POLARIS.
Liefert 5000K mehr Licht als 3000K?
Bei gleicher Leistung liefert eine kältere Leuchte meist wenige Prozent mehr Lumen. Sie wirkt durch den höheren Kontrast heller, die Beleuchtungsstärke in Lux ist aber nahezu gleich.
Welche Farbtemperatur für ein Parkhaus?
4000K ist üblich: gute Erkennung von Personen und Fahrzeugen, auch auf Kamerabildern. Wählen Sie dort zudem mindestens Schutzart IP65 und vorzugsweise Leuchten mit Sensor, damit leere Bereiche gedimmt werden.
Kann die Farbtemperatur nachträglich geändert werden?
Nur bei Leuchten, die dafür ausgelegt sind, wie die POLARIS-Mastaufsatzleuchte mit einstellbarer Farbtemperatur. Bei einer festen Leuchte ist die Lichtfarbe fix und Sie müssten die Leuchte tauschen.
Sie möchten Sicherheit bei Kelvin, Lux und Gleichmäßigkeit für Ihr Projekt? Fordern Sie eine Lichtberechnung an oder sehen Sie sich direkt die VIA-Straßenleuchten und die ATRIA-Hallenstrahler an.
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